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16.02.2010 |
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Deutsche Telekom baut DSL-Netz in Grafenwöhr weiter aus
Stadt schließt mit Telekom Kooperationsvertrag
Über 500 Haushalte können bis Anfang 2011 schnelleres Internet nutzen
Die Bürger von Grafenwöhr können bald schneller über die weltweite Datenautobahn fahren. Bis Anfang 2011 bietet die Deutsche Telekom AG in den Ortsteilen Bruckendorfgmünd, Dorfgmünd, Hammergmünd, Hütten und Gößenreuth leistungsfähigere DSL-Verbindungen für über 500 Haushalte. Die Geschwindigkeit der Daten-Übertragung wird je nach Entfernung zum Schaltgehäuse bis zu 16.000 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) erreichen.
Den DSL-Ausbau hat die Stadt nun mit der Deutschen Telekom in einem Kooperationsvertrag zur Verbesserung der örtlichen Breitband-Infrastruktur vereinbart. Der Netzausbau wäre für die Deutsche Telekom alleine nicht machbar gewesen. Um die Deckungslücke zu schließen, zahlt die Stadt einen Zuschuss. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Telekom eine Lösung gefunden haben, die fünf Grafenwöhrer Ortsteile mit Breitbandzugängen zu versorgen“, sagt der Erste Bürgermeister, Helmuth Wächter. „So können wir das Gefälle zwischen der ländlichen Region und den städtischen Ballungsräumen etwas ausgleichen.“
Der ländliche DSL-Ausbau stellt privatwirtschaftliche Telekommunikations-unternehmen vor eine Herausforderung. Denn meist können auf dem Land nur wenige Haushalte erreicht werden, obwohl hohe Investitionen getätigt werden müssen. Ein einziger Kilometer Kabelarbeiten mit Tiefbau zum Beispiel kostet bis zu 50.000 Euro. Die Investitionen bedeuten für die Telekom Verluste, wenn zu wenige Kunden über einen Ausbau gewonnen werden können. „Trotzdem haben wir 2009 den DSL-Ausbau sogar noch verstärkt. Weil wir wissen, wie wichtig ein leistungsfähiger DSL-Anschluss auf dem Land ist“, betont Cordelia Hiller von der Deutschen Telekom. Über 720 Kooperationen für den Breitbandausbau hat die Deutsche Telekom 2009 mit Kommunen vereinbart, davon allein über 220 in Bayern. „Bayern liegt in unserer Statistik ganz weit vorne, dicht gefolgt von Baden-Württemberg“, so die Pressesprecherin.
Hintergrund: Mehr Breitband für alle
Die Internetgeschwindigkeit hängt generell davon ab, wie nah der Bürger am nächsten Netzknotenpunkt wohnt. Denn die herkömmliche Telefonleitung, über die der Datenstrom ab dieser Vermittlungsstelle geschickt wird, dämpft das Signal Meter um Meter. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern spielt die Technik im Kupferkabel nicht mehr mit. Um die Bürger in Bruckendorfgmünd, Dorfgmünd, Hammergmünd, Hütten und Gößenreuth besser versorgen zu können, wird die Deutsche Telekom nun auf einer Strecke von über zehn Kilometern zusätzliche Glasfaser-Leitungen verlegen und drei nähere Knotenpunkte einrichten.
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